Emergency und der Wunsch nach Realismus im Modding

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  • Guten Morgen Zusammen,


    erstmal vorweg: Sollte das Thema hier nicht in diese Sektion passen, dann gerne in den richtigen Bereich schieben. Eigentlich würde das in viele Bereiche passen. Diese Diskussion ist sowohl für Emergency 4 als auch 5 oder eventuell zukünftige Versionen anzuwenden.



    Seit längerer Zeit beschäftige ich mich dem Aspekt des Realismus in Emergency.
    Immer mehr technische Möglichkeiten tauchen in Mods auf, das Scripting entdeckt auch immer mehr neue tiefen welche man ausweiten kann und auch im Rahmen von 3D Möglichkeiten lassen sich mehr und mehr Sachen darstellen.


    Schon seit der Urstunde des Modding gab es die berühmten Easter Eggs wo in manch OpenHouse, Gebüsch oder sonstigen Orten eine sehr intensive Verschmelzung der Polygone ausgeübt wurde und die 3D Modelle eines Kinderwagens auch mal einen Sinn hatten :P

    In der weiteren Zeit kamen Blutflecken, auf den Skins von verunfallten Fahrzeugen wurde Blut aufgemalt und mit RTS kamen dann auch die ersten müffelnden Leichen und abgrennte Körperteile.


    In den letzten Jahren wurde das Verlangen nach Realismus immer größer. Die Einsätze sollen immer aufwendiger werden, man möchte Einsätze in sämtlichen tiefen Simulieren und und und.

    Dabei geht mir schon länger durch den Kopf, zu verschiedenen Einsätzen gehören eben auch verschiedene Verletzungsmuster.


    Durch Emergency gibt es bereits Berührungspunkte mit dem Tod bei Einsätzen wie P-Spring, verletzte die zu lange liegen und dann sterben oder P-Zug. Alles aber in einem harmlosen Zustand.
    Durch entsprechende Möglichkeiten heute wäre es ein leichtes durch entsprechende Scripts einer Person die von einem Haus springt ein anderes Model zu zuweisen wo dann Extremitäten in anderen Winkeln dargestellt sind.
    Die Person die vom Hafen ins Wasser springt (oder einer Brücke) kann man ebenfalls blau / grau einfärben...

    Eine P-Zug Geschichte würde sich auch durch kleineren 3D Aufwand darstellen lassen....

    Von anderen Situationen wie mal "abhängen" vom Baum etc. zu schweigen.

    Personen die lange in brennenden Gebäuden gelegen haben, würden danach nicht mehr rosig dort raus kommen.


    Es wäre quasi eine ganze Menge Möglich um die Einsätze nochmal ganz anders darzustellen, entsprechend realistisch zu Simulieren und eben je nach Lage auch aufwendiger zu machen.


    Mich würde jetzt einfach mal auf eine sinnige, vernünftige Art und Weise eine Diskussion interessieren, bis wohin darf der Realismus gehen, ab wann wird der Jugendschutz zu einem größeren Thema und ab wann kann man sagen, ist etwas verwerflich. Dazu würde ich aber auch gerne mal den Aspekt noch in den Raum werfen, auch wenn die berühmten Szenen wo 2 Polygonfigürchen sich verbinden recht simple dargestellt sind und man nichts sieht, so wird doch jeder ganz genau erkennen was dort passieren soll.
    Muss Sexualität anders gehandhabt werden im Modding als eine Darstellung von Einsätzen mit Toten und Verletzten?




    Bevor jetzt Vermutungen aufkommen:
    Ich bin ein Freund davon Dinge so zu zeigen und zu sagen wie sie sind. Technisch ist mir bekannt was Möglich wäre in Em4 und an den ein oder anderen Sachen habe ich auch mal rumexperimentiert. Ich kenne auch die realen Gegebenheiten von den o.g. Punkten. Das diese Sachen unschön sind, ist mir daher bestens bekannt, aber in dem immer größeren Verlangen nach Realität im Spiel gehört dann auch dazu, das eben auch so Dinge einfach mal angesprochen werden.

    M.F.G Micha


    Ich sage was ich denke, nicht was man hören oder lesen will.

    Edited once, last by Brain_Gamble ().

  • Grundsätzlich ein interessanter Gedankenstrang. Ich würde das mal in 3 Aspekten aufteilen.


    Der erste das darstellen von Verletzungen: Wir sind bei Emergency ja doch noch gut entfernt von Fotorealismus, daher wird dort glaube ich weniger das Problem bestehen das Kinder (ab 12) und Jugendliche nicht zwischen Spiel und Realität unterscheiden können. Von daher würde ich das als weniger problematisch sehen, durch RTS hat man da ja, wie du gesagt hast, ein gutes Beispiel.


    Der zweite Aspekt das darstellen von Suiziden: Damit währe ich vorsichtiger und denke hierbei wieder an Kinder und Jugendliche, wenn man dort gewisse Grundvoraussetzungen hat, ich denke da an Suizide Angehöriger oder Depressionen, könnte sowas schon als Trigger fungieren.


    Zuletzt das zeigen von Sexualität: Dort würde ich wieder die Grafik aus dem ersten Punkt aufgreifen. Ich glaube das man es in dem Spiel nicht hinbekommt das so realistisch darzustellen das es problematisch werden dürfte. Wer schon alt genug ist um damit was anzufangen wird davon vermutlich nicht schockiert und die die zu jung sind werden sich wohl nicht viel bei denken.


    Ansonsten sind wir glaube ich Brüder im Geiste, ich bin auch ehr ein Freund bei Ausbildungen reales Bildmaterial zu nutzen ;) (solange es halt pädagogisch sinnvoll ist).

  • Der erste das darstellen von Verletzungen: Wir sind bei Emergency ja doch noch gut entfernt von Fotorealismus, daher wird dort glaube ich weniger das Problem bestehen das Kinder (ab 12) und Jugendliche nicht zwischen Spiel und Realität unterscheiden können. Von daher würde ich das als weniger problematisch sehen, durch RTS hat man da ja, wie du gesagt hast, ein gutes Beispiel.


    Zu dem ersten Aspekt sehe ich das so sich auch so.
    Wobei man da jetzt halt sagen muss, die amputierten Extremitäten in RTS sind ja auch nicht Fotorealistisch und somit jetzt auch nicht zu extrem.
    Aber bis wohin kann ich das ausreizen ohne das man direkt am Pranger steht, weil man zu weit geht?
    Der klassische VU Krad kann von Schürfwunden bis hin zu verteilt auf 300m auf der Autobahn werden. Kommt noch die Fahrbahnbegrenzung dazu, rollt da auch mal der Helm durch die Gegend...... Wo sagt man also Stop? Arme und Beine OK, Kopf aber nicht? Wenn man sagt aufgrund der nicht so tiefen Grafik das ist ok, wie aber will man das Umsetzen? Mit Tüchern nur abdecken oder dann tatsächlich einsammeln?



    Der zweite Aspekt das darstellen von Suiziden: Damit währe ich vorsichtiger und denke hierbei wieder an Kinder und Jugendliche, wenn man dort gewisse Grundvoraussetzungen hat, ich denke da an Suizide Angehöriger oder Depressionen, könnte sowas schon als Trigger fungieren.

    Sehe ich grundsätzlich genauso. Aber ist Em4 dann Grundsätzlich noch für entsprechende Personen geeignet? Alleine im Grundspiel mit Person droht aus Fenster zu springen, droht von Brücke / Hafenkante zu springen oder Person auf Gleise habe ich das Thema ja bereits schon aufgefasst. Es ist halt nur ein Segment was dort dargestellt wird aus einer breiten Masse an Möglichkeiten.
    So Einsätze wie CO Auslösung etc. könnten in dem Zusammenhang aber Spieltechnisch auch wieder eine neue Situation darstellen.
    Es ist ein schwieriges Thema..



    Zuletzt das zeigen von Sexualität: Dort würde ich wieder die Grafik aus dem ersten Punkt aufgreifen. Ich glaube das man es in dem Spiel nicht hinbekommt das so realistisch darzustellen das es problematisch werden dürfte. Wer schon alt genug ist um damit was anzufangen wird davon vermutlich nicht schockiert und die die zu jung sind werden sich wohl nicht viel bei denken.

    Das mit den Easter Eggs in der bisherigen Form war da auch eher als ein Beispiel genannt. In der heutigen Zeit wo es aber auch durch mehr Wissen und mehr Kenntnis im Modding auch weitere Wege gibt mehr darzustellen, kann man da auch ganz schnell wieder in andere Bereiche kommen.
    Sei es das Darstellen von gewissen Einrichtungen, Dienstleister der fortgeschritteneren Stunden etc. Auch hier hat man ja bereits im Grundspiel mit den Missionen im Rotlichtbezirk ja schon eine direkte Anspielung auf den Themenbereich. Zwar eher auf Drogendeal gemünzt im Spiel, aber was die Kulisse betrifft eindeutig einzuordnen.




    Was Ausbildung angeht, bin ich da auch sehr direkt. Aber hier sind wir ja noch in einem Spiel wo man bei gewissen Dingen nicht einfach sagt, die Mod ist ab 16 oder so. Da wird sich keiner dran halten.

    M.F.G Micha


    Ich sage was ich denke, nicht was man hören oder lesen will.

    Edited once, last by Brain_Gamble: Wortsalatbeseitigung ().

  • Freue mich schon auf deine Bordell-Manager 2022 Mod 8)8):thumbup:
    Melde dich gerne nochmal, wenn du Sounds benötigst. Ich kenne hier im Forum jemanden, der professionelles Sounddesign auf höchster Qualität kann.

    Da Eltern für die Mediennutzung ihrer Kinder selbst verantwortlich sind, finde ich nicht, dass man sich für Mods keine eigene FSK12 oä auferlegen muss.

  • TechPro : Das ist halt die Frage ob eine Modifikation grundlegend einfach eine höhere FSK als das Grundspiel haben darf? Letztendlich hast du Recht auch bei Spielen mit FSK 18 kann man schlecht verhindern das 12-Jährige das Spiel trotzdem spielen.


    Brain_Gamble : Realismus ist schön, wobei abgetrennte Extremitäten und Köpfe, selbst in einer Großstadt nicht zum Tagesgeschäft gehören und eher eine Ausnahme sind.
    Da gibt es andere Einsätze (Tierrettungen/Keller unter Wasser/Gasgeruch/Kohlenstoffmonoxidvergiftung durch defektes Heizgerät/Schwelbrände/...) welche noch kaum bzw. gar nicht vorhanden sind und eher "Alltagsarbeit" sind und Ausrüstungsgegenstände welche noch gar nicht vorhanden sind.
    Ich finde eine Modifikation sollte schon eher den Einsatzalltag abdecken und da gibt es meiner Meinung nach noch andere Sachen welche man häufiger sieht, welche bis jetzt kaum oder gar nicht umgesetzt wurden.

    Natürlich bin ich auch nicht bei einer Autobahnfeuerwehr, kann natürlich sein das 3-4x im Monat ein Motorradfahrer über 300 Meter verteilt über die Autobahn liegt und jede Woche jemand vom Zug mitgenommen wurde.

    Klingt beides auch bei größeren Wehren/Großstadtrettung, doch eher nach seltenen Einsätzen (welche es ohne Frage auch gibt).


    Also abschließend meiner Meinung nach ist Realismus schon schön in Emergency, aber ich finde es gibt da noch andere Sachen welche für dieses sinnvoller wären:
    Das fängt bei Ausrüstungsgegenständen an und geht bis zu den Alltageinsätze, welche es faktisch immernoch nicht gibt, obwohl diese Einsätze häufiger vorkommen als abgetrennte Gliedmaße/Köpfe.

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    MFG Maxxam

    • Official Post

    Da Eltern für die Mediennutzung ihrer Kinder selbst verantwortlich sind, finde ich nicht, dass man sich für Mods keine eigene FSK12 oä auferlegen muss.

    Wir behalten uns selbstverständlich vor, Inhalte nicht freizuschalten, von denen wir ausgehen, dass sie entwicklungsbeeinträchtigend für Kinder und/oder Jugendliche sein können oder gar jugendgefährdend sind. Insoweit kann man in diesem Zusammenhang schon den Aufruf formulieren auch bei der Erstellung von Modifikationen auf das Thema Jugendschutz zu achten (bspws. keine Amok-Shooter aus Emergency zu machen).

    Eine Mitverantwortung von Eltern an der Mediennutzung ist sicher nicht abzustreiten, wenngleich es in erster Linie die Medienanbieter sind, die hier vom Gesetzgeber in Verantwortung genommen wurden.

    Technische Leitung

  • Moin Moin,


    Im Bezug mal auf die letzten Beiträge will ich einfach mal vorweg nehmen, es gibt natürlich noch genug andere Einsatzmöglichkeiten welche es bisher vielleicht so kaum bis gar nicht gibt, diese will ich hier aber auch gar nicht diskutieren. Diese sind mir ebenfalls bekannt.


    Mir geht es hier jetzt tatsächlich um die grundlegende Diskussion wie weit darf die Simulation gehen, wo sind da Grenzen und wie ist da die grundsätzliche Haltung.

    Natürlich kommen manche Situation selten vor, andere dafür häufiger. Das ist Regional immer recht unterschiedlich. Ein P-Zug Einsatz in einer Umgebung wo es kein Schienennetz gibt, ist natürlich gleich 0 während eine Großstadt mit U-Bahn, S-Bahn, Güter und Fernverkehrsnetz etc. da doch häufiger von getroffen werden kann.

    Auch will ich hier keinen Massaker Simulator "beschwören", sondern einfach nur mal diskutieren was machbar ist und ab wo es zu viel wird.


    Auch verfolge ich jetzt nicht das Ziel aus jedem Einsatz eine Sammelgeschichte zu machen, sondern ich denke einfach nur darüber nach, wenn es entsprechende Einsätze gibt, wie tief man diese Darstellen kann.
    Hier spiele ich halt auch auf eine reine RD Mod an. In RTS gab es ja schon einiges, würde man mit heutigem Wissen etc. nochmal eine entsprechende Geschichte hochziehen, wäre natürlich dann auch einiges mehr an tiefe Möglich.
    Hier würde es entsprechende Geschichten als Einsätze geben wo zmd. ein Notarzt mal drüber schauen müsste um eben den Totenschein zu unterschreiben.



    Mein Gedanke wandert da einfach mal in die heutige Zivilisation hier. Da rennen 11 Jährige durch GTA 5 Online oder MP Server, ballern alles ab an Mensch und Tier was sich bewegt, spielen Resident Evil etc. weil es die Eltern vielleicht nicht stört oder welche Gründe auch immer und bei Spielen, wo man noch weniger als kaum was erkennt überlegt man, ab wann zu viele rote Pixel als Blutdarstellung zu viel werden.

    Daher ist mir da einfach die Frage aufgekommen, bis wohin darf es gehen und ab wann ist es keine Simulation / kein Spiel mehr.

    Ab wann ist es eine Jugendgefährdung etc.? Hier bewirkt man diesen Schaden an den Polygonfiguren ja nicht, man kümmert sich hier ja "nur" um das bereits fertige Endergebnis.

    M.F.G Micha


    Ich sage was ich denke, nicht was man hören oder lesen will.

  • Maxxam : Also würdest du mir eine "realistische" RD Modifikation mit realem Tagesgeschäft vorlegen, wäre sie schneller deinstalliert als sie zu installieren gebraucht hat (vielleicht würde ich auch direkt den PC anzünden). Bauchweh und andere Wehwehchen will ich nicht auch noch im Spiel haben, wenn ich mich schon im realen Leben damit abquälen muss.


    Also was unsere schönen sozialen Milieus angeht, da geht ein Grußruf raus an Walter ... Warst du nicht damals mitbeteiligt an dem Meisterwerk "Wahre Liebe oder Ware Liebe"? :D

    Hierzu gab es schon einige Andeutungen in Emergency.


    Die Frage ist bei all dem doch vor allem: Wozu das Ganze?

    Einige Detailnuancen wie bläuliche Personen bei Wasserrettungen oder blutende Verletzte sind absolut denkbar und würden auch keine Grenze überschreiten.

    Auch abgetrennte Gliedmaßen (selbst wenn es der Kopf ist), sind meiner Meinung nach noch vertretbar, unter der Idee, dass man ja den "Helfer" spielt. Aber was macht ein abgetrennter Kopf spielerisch für einen Sinn, wenn ich bei dem selbst im echten Leben weiß, dass eh nichts mehr zu tun ist? Dann fehlt doch auch irgendwo die Motivation überhaupt noch Tasten auf Tastatur und Maus zu drücken. Vielleicht übersehe ich ja irgendwelche Ideen, die du im Kopf hattest?


    Spielerisch könnte ich mir sogar irgend einen "Amokläufer" mit z.B. Kettensäge vorstellen? Die Herausforderung hierbei, alle abgetrennten Gliedmaßen müssen zum richtigen Patienten ins richtige Fahrzeug, sonst Einsatz fehlgeschlagen.

    Ich glaube mit der Qualität bzw Betrachtungsentfernung des gesamten Spielgenres ist es schwierig die Grenzen überhaupt zu erreichen. Und wer detaillierte sexuelle Geschehnisse darstellen will, dem würde ich auch andere Programme als Emergency empfehlen :D


    Also kurz und knapp: selbst wenn es hierzu Grenzen gibt, so sind wir noch weit davon entfernt diese in Emergency zu erreichen (außer natürlich auf moralisch-ethischer Ebene, z.B. Diskriminierung, Rassismus)

    Aber ich bin gespannt ob Ideen auftauchen, bei denen ich meine Meinung ändern würde.

  • Einige Detailnuancen wie bläuliche Personen bei Wasserrettungen oder blutende Verletzte sind absolut denkbar und würden auch keine Grenze überschreiten.

    Auch abgetrennte Gliedmaßen (selbst wenn es der Kopf ist), sind meiner Meinung nach noch vertretbar, unter der Idee, dass man ja den "Helfer" spielt. Aber was macht ein abgetrennter Kopf spielerisch für einen Sinn, wenn ich bei dem selbst im echten Leben weiß, dass eh nichts mehr zu tun ist? Dann fehlt doch auch irgendwo die Motivation überhaupt noch Tasten auf Tastatur und Maus zu drücken. Vielleicht übersehe ich ja irgendwelche Ideen, die du im Kopf hattest?


    Wo der Kopf ab ist, da ist auch nichts mehr großartig für die Rettung zu ändern. Das ist vollkommen richtig. Hier könnte man das ganze mit Tüchern entsprechend abdecken. RD Seits wäre jetzt hier nicht viel zu machen. Außer halt der Dok muss sich das mal anschauen, erklärt den für Tot und Decke drauf.
    Würde man das ganze jetzt wieder auf die Polizei übertragen, so könnte dies wiederrum wieder eine andere Arbeit darstellen. Markieren der Stellen wie z.B. bei ERS mit den VU. Will man hier seine Einsatzstellen nicht nur so zurücklassen, könnte der Bestatter noch aufräumen...

    Geschichten wie aber abgetrennte Gliedmaße wie sie z.B. in RTS vorkamen (Kettensägenunfall, Motorradunfall, Zugunfall >manche überleben das ja auch< etc.) oder auch Pfählungsverletzungen wo z.B. durch die FW eine technische Rettung durchgeführt werden muss um den Patienten dann entsprechend zu transportieren könnten aber auch ein realistisches Bild sein.


    Nur weil ich jetzt mal auf das Thema Einzelteile eingegangen bin, heißt es ja nicht das alles nur noch als Puzzle rumliegen muss. Sondern einfach als denkbar härteste Verletzung das Maximum darstellen soll um über entsprechende Themen zu diskutieren. Der normale Patient in Em4 hat weder fehlstellungen oder sonstige Änderungen an seinem Körper die viel zu der entsprechenden Situation aussagen. Außer dem roten Balken mit dem Gesundheitszustand ist da nicht viel was etwas zeigt.



    Spielerisch könnte ich mir sogar irgend einen "Amokläufer" mit z.B. Kettensäge vorstellen? Die Herausforderung hierbei, alle abgetrennten Gliedmaßen müssen zum richtigen Patienten ins richtige Fahrzeug, sonst Einsatz fehlgeschlagen.

    Das erinnert mich jetzt an die Alienmission in Em2? :D Da muss man dann den entsprechenden Alien samt richtigen Sachen eingesammeln und zum erforschen bringen... Wäre was...
    Gut, das wäre jetzt vielleicht ein Szenario was ich vielleicht in der Form nicht darstellen wollen würde, das ist ja dann doch zum Glück seeeeehr selten. Aber da wäre jetzt der Aspekt der Polizeiarbeit in einer Polizei Mod vielleicht interessant als Kripo. Person in Wald gefunden, zusammensuchen der Teile und entsprechende Markierungen und und und.



    Ich glaube mit der Qualität bzw Betrachtungsentfernung des gesamten Spielgenres ist es schwierig die Grenzen überhaupt zu erreichen. Und wer detaillierte sexuelle Geschehnisse darstellen will, dem würde ich auch andere Programme als Emergency empfehlen :D

    Ich erinnere mich noch an Bass-ti´s Durchfall Simulator .... also ein entsprechendes rot beleuchtetes Gebäude zu bauen als Openhouse, dort Personen an einer Kasse einchecken lassen, in Räume schicken und Commands zu klicken... rein technisch wäre das Möglich! Aber ja, da sollte man vielleicht was anderes als Em4 nehmen, wo eckige Figuren da rumhantieren :D





    Also kurz und knapp: selbst wenn es hierzu Grenzen gibt, so sind wir noch weit davon entfernt diese in Emergency zu erreichen (außer natürlich auf moralisch-ethischer Ebene, z.B. Diskriminierung, Rassismus)

    Rassmismus, Diskriminierung oder eben auch ein gewolltes Triggern von Menschen mit entsprechenden psychischen Erkrankungen ist hier kein Thema und soll auch niemals dafür missbraucht werden!

    M.F.G Micha


    Ich sage was ich denke, nicht was man hören oder lesen will.

  • Eagle's Eye : Ich habe mich da auch eher auf den Feuerwehrbereich bezogen :) Aber ja solche Sachen wären auf Dauer auch langweilig. Aber für Realismus wären mir tatsächlich andere Sachen wichtiger als abgetrennter Körperteile :)
    Wobei mich halt der Rettungsdienstbereich auch nur bedingt überhaupt anspricht.

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    MFG Maxxam

  • Die Frage ist ja, wo und wieviel Realismus soll in ein Spiel einfließen?


    Die eine Seite sind die Einsätze, die andere Seite ist der normale Alltag von Einsatzkräften. Fahrzeuge pflegen und warten (tanken, Werkzeuge pflegen, Verschleissteile austauschen, etc.) oder auch bspw. Berichte schreiben.

    Daher würde ich, bevor ich anfange Verletzungen/Verstümmelungen an Personen detailreicher darzustellen, eher der Faktor "reales Leben" einpflegen. Und damit meine ich halt nicht das gradlinige Abarbeiten von Einsätzen, sondern mehr oder wenige komplexe Abläufe mit Wendungen und Sackgassen, die jeden Einsatz in eine andere Richtung bringen können.

    Das fängt bei einfachen RD Einsätzen an, die mit einer Einsatzmeldung "Sturz" vor Ort dann zu einer komplizierten Bergungsaktion aus einer Baugrube eskalieren. Da würde ich dann auch eher weg vom einfachen "Einsatzrucksack" zu 3-4 verschiedenen möglichen Geräten auf dem RTW wechseln. So habe ich schon für einen einfachen Einsatz mehr Realismus.


    Mit diesem Faktor "reales Leben" kann ich bei einem Spiel wie Emergency viel mehr Realismus reinbringen, als durch farblich unterschiedliche Personenmodelle (rosa, blau, schwarz). Natürlich lassen große rote Blutlachen und Pixelstücke um ein Fahrzeug ein "Verletzungsmuster" plastischer darstellen, ändern aber an dem eigentlichen Ablauf des Einsatzes weniger.


    So kann ich bspw. Fahndungen nach Personen als Einsatz auch nur begrenzt nach Details wie Augenfarben, Alter, Bart oder Tatoos im Spiel umsetzen.

    Einsatztechnische Details wie Strom und Gas bei Gebäudebränden abschalten oder leere Pressluftflaschen fände ich für eine realistische Spieldarstellungen wichtiger.

    Leitung Organisation | Benutzerbetreuung EMERGENCY | Innovation / Weiterentwicklung

  • Man muss sich eben die Frage stellen welches "Spiel" man spielen möchte. So spielt sich ja eine BFEMP Modifikation ganz anders als z.B. Wegberg. Beide Mods haben einiges an Realismus zu bieten, wobei viele sagen würden das Wegberg den höheren Detailgrad hat. Dafür habe ich da nicht die Möglichkeit eine ganze Stadt mit Abwechslungsreichen Einsätzen gleichzeitig zu spielen. Wenn man jetzt auf ganz viel Realismus geht, dann kann man auch weniger Einsatzkräfte gleichzeitig koordinieren. Man könnte das ganze sogar auf ein HLF o.ä. kürzen, dafür aber eine ausführliche Steuerung von Pumpe und anderen verbauten und verlasteten Gerätschaften einbauen. Ist mehr Realismus aber man kann weniger Koordinieren, folglich hat man also einen anderen Spielfluss. Dafür gibt es ja auch die unterschiedlichen Mods.


    Worauf aber dieser Thread abzielt ist, denke ich, eher wie viel ich darstellen möchte. Und da möchte ich meinen Vorredner zustimmen, dass die krassen Verstümmelungen und so weiter häufig wenig mit Realismus zu tun haben (in einer alltäglichen Situation). Wie viele Details bei Verletzungen man einbauen möchte bleibt dem Modder überlassen, aber was gewinne ich dadurch das ich Verbrennungen darstelle oder Leichen entstelle? Erhöht das denn Spielspaß oder die Tiefe der Simulation merklich? Immerhin reden wir von einer RealTimeStrategy Simulation und nicht von einem Patientensimulator.


    Btw. Suizid und PZug ist immer ein schwieriges Thema, da muss jeder seinen Weg finden, wobei alles was als "Anleitung" oder als Trigger dienen kann schon immer schwierig zu sehen ist. Gerade beim Thema Suizid durch Zug haben die Entwickler sich ja für einen Weg entschieden und ich denke dem kann man nachgehen. Wo man diese Einsätze vertiefen kann ist denke ich bei einer Vertiefung auf die Technik: Realistischeres Erden der Oberleitungen, Abstützen von Zugteilen (in der EM5 Version von einem Zugunfall stürzt glaube ich ein Zug von einer Brücke) oder ähnlichem und nicht durch das Zerstückeln einer Leiche.