Grünes Blinklicht für Freiwillige Feuerwehrleute?

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  • Vor ein paar Monaten gab es nochmal eine Petition für grünes Blinklicht für freiwillige Feuerwehren. Es gab ca. 13000 Unterschriften. Ist aber wohl erfolglos geblieben, da es keinerlei Updates oder Neuigkeiten mehr gab.
    Hier noch ein Video aus Amerika einer freiwilligen Feuerwehr mit grünem Licht. Sieht schon beeindruckend aus, ist und bleibt aber umstritten für Deutschland.

  • [...]ist und bleibt aber umstritten für Deutschland.

    Nein. Es gibt straßenverkehrsrechtlich keine Argumente, die für so ein grünes Blinklicht sprechen. Mir sind auch keine (überzeugenden, rechtlich nicht komplett abwegigen) Argumente bekannt, die für ein solches Licht sprechen.

    Technische Leitung

  • Für Sonderrechte auf dem Weg zum Gerätehaus brauche ich keine Lampe oder sonstiges.


    Da ist die Gefahr, dass die Leute diese als Freibrief für Raserei etc. sehen, zu groß.


    Würde da lieber die Sirene wieder mitlaufen lassen, dann wissen die Leute auch, dass was besonderes gleich passiert.

    110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!


    #WirBleibenZuhause

  • Mir erschließt sich auch der Nutzen daraus nicht, ich halte es sogar für eine Ablenkung für anderer Verkehrsteilnehmer wenn auf einmal ein PKW mit grünen Licht angerast kommt.


    Wenn bei uns ein Einsatz kommt steige ich in mein Auto schalte die Warnblinkeinrichtung ein und fahre zügig(aber unter Beobachtung der Verkehrsregeln) ins Gerätehaus ob ich dann nun mal 3 Minuten Länger brauche ist mir egal Hauptsache ich komme heil an und meine Kameraden müssen mich nicht an der nächsten Kreuzung aus meinen Auto bergen.

  • @sb-modder: In einer Stadt mit 400 Einsätzen für jede Türöffnung, Tragehilfe.. Sirene laufen lassen, davon halte ich nichts.
    Selbst aufn Dorf macht es meiner Meinung nach nicht wirklich Sinn dafür eine Sirene heulen zu lassen (davon ausgehend das bei uns eh jeder Kamerad einen DME hat)
    Ansonsten hat sich nichts an meiner Argumentation zu dem Thema geändert:


    Vorteile:
    -> "schnellere Ausrückezeiten"
    -> Erkennen das es sich um einen Feuerwehrmann auf dem Weg zur Wache handelt.


    Nachteile:
    -> Finanzierung?
    -> Verwirrung anderer Verkehrsteilnehmer.
    -> Für einige "Freibrief"
    -> Ausbildung zur Nutzung des Grünlichtes - Regelungen???
    -> höhere Gefahr von Missbrauch
    -> Wann gerechtfertigt und wann nicht?


    Somit absolut kein Freund davon, die Nachteile liegen da höher wie die Vorteile, bzw. den einen wirklichen Vorteil, den ob die Ausrückezeiten wirklich signifikant schneller wird, ist auch fraglich.


    Zum Thema Warnblinklicht, auch das ist übrigens nicht zulässig für die Kennzeichnung als anrückende Feuerwehrkraft. Es ist wie der Name schon sagt zur Warnung gedacht, wenn man beispielsweise mit seinem Fahrzeug liegen bleibt oder einen Unfall hat. Als Feuerwehrkraft auf dem Weg zum Feuerwehrhaus sollte man keine "Gefahr" sein vor der "gewarnt" werden muss.
    Gibt es übrigens auch Bußgelder für. Also lieber das nächste Mal auslassen @TheGamer2019.

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    MFG Maxxam

    Edited once, last by Maxxam ().

  • Ob die Teile wirklich schnellere Ausrückzeiten generieren wage ich zu bezweifeln. Zumal man in Kleinstädten jetzt schon kaum Platz hat zum ausweichen. Erlebe ich mit dem RTW regelmäßig.
    Und durch die vielen Ampeln werden die Eintreffzeiten für Einsatzkräfte mit grünem Blinklicht auch nicht besser.




    Ein ganz großer Punkt fehlt noch: der sichere Einbau und die Kosten der Tüv-Abnahme.
    Einfach so aufs Dach stellen oder hinter die Scheibe klemmen ist sehr unsicher. Das ganze sollte schon save verbaut sein.


    Ich weiß nicht, wie die Verkehrsdichte in den Städten mit 10 - 20 k Einwohner in den USA ist, aber ich vermute, dort werden die grünen Blinklichter bei vielen Gelegenheiten zu keinen großen Zeiteinsparungen kommen. Von den Risiken mal ganz abgesehen. Und ob 10 Sekunden Vorsprung das Risiko einer 8fachen Unfallgefahr gerechtfertigten, mag dahin gesagt sein.


    Bei vielen scheitert die Erkennung sogar mit Blaulicht und Folgetonhorn ;)


    Oder besser gesagt, du überfordert viele Verkehrsteilnehmer damit.

  • Für Sonderrechte auf dem Weg zum Gerätehaus brauche ich keine Lampe oder sonstiges.

    Nur für den Hinterkopf: Dass Angehörige der Feuerwehr auf dem Weg zum Gerätehaus Sonderrechte haben, ist nicht unumstritten.

    -> "schnellere Ausrückezeiten"

    Ich wüsste nicht, wie die Anbringung komischer grüner Lampen für schnellere Ausrückezeiten sorgen sollte ...

    -> Erkennen das es sich um einen Feuerwehrmann auf dem Weg zur Wache handelt.

    Welchen Mehrwert soll diese Erkennung haben? Falls es darum geht, dass die Menschen am Straßenrand anfangen zu klatschen ... dafür kann man ja vielleicht Facebook-Veranstaltungen erstellen oder so.

    Zum Thema Warnblinklicht, auch das ist übrigens nicht zulässig für die Kennzeichnung als anrückende Feuerwehrkraft.

    Du scheinst ja zu den Menschen zu gehören, die an Sonderrechte auf dem Weg zum Gerätehaus glauben ... wenn man Sonderrechte im Sinne von § 35 Abs. 1 StVO hat, ist grundsätzlich auch der Missbrauch des Warnblinklichts nichts, was Bußgelder nach sich zieht ...

    Da ist die Gefahr, dass die Leute diese als Freibrief für Raserei etc. sehen, zu groß.

    Die Gefahr wird schon dadurch geschaffen, dass überhaupt davon ausgegangen oder weithin behauptet wird, dass Feuerwehrleute auf der Fahrt zum Gerätehaus Sonderrechte haben.


    Aus meiner Sicht ist die Frage, bestehen Sonderrechte oder nicht hier eine Frage, die erstens zwar sehr wichtig ist, aber zweitens den Rahmen dieses Threads sprengt.
    Zum grünen Blinklicht: Mich überzeugt hier bisher auch weiterhin kein Argument für so eine Lampe. Also nicht mal ansatzweise.

    Technische Leitung

  • @Dumpfbacke und @Friedrich: Wer lesen kann ist klar im Vorteil, es steht nicht ohne Grund mit Entenfüßen da und habe ja noch erwähnt, das es unklar ist ob es wirklich zeitliche Vorteile bringt, grünes Blinklicht zu nutzen.


    @Friedrich: Es wäre mir neu das Sonderrechte andere Rechte ausschalten, vorallem welche die in der STVO darunter gar nicht genannt werden. :) Spätestens wenn dir eine in die Karre fährt, weil er deinen Warnblinker als Seitenblinken missdeutet ist das Geschrei groß.
    Prinzipiell ist es nur zum Warnen da für Sonderechte gibt es nicht umsonst gelbes oder blaues Blinklicht. Warnblinklicht allein gibt keine Sonderrechte, ergo darf ich es auch nicht Nutzen um sie zu kennzeichnen.
    Das es in diesem Land verbreitet genutzt wird weiß ich auch, aber rechtlich nun mal nicht erlaubt.
    Man hat Sonderrechte auf dem Weg zum Feuerwehrhaus, das hat nichts mit glauben zu tun. Einfach mal beim entsprechenden Anwalt nachfragen und diverse Gerichtsurteile dazu durchlesen.

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    MFG Maxxam

  • @Friedrich: Es wäre mir neu das Sonderrechte andere Rechte ausschalten, vorallem welche die in der STVO darunter gar nicht genannt werden. :) Spätestens wenn dir eine in die Karre fährt, weil er deinen Warnblinker als Seitenblinken missdeutet ist das Geschrei groß.
    Prinzipiell ist es nur zum Warnen da für Sonderechte gibt es nicht umsonst gelbes oder blaues Blinklicht. Warnblinklicht allein gibt keine Sonderrechte, ergo darf ich es auch nicht Nutzen um sie zu kennzeichnen.

    1. die Sonderrechte erlauben dir, alle Regelungen der StVO zu missachten, bis auf §35, Abs. 8, StVO, dieser sagt dir nämlich, dass du nur unter höchster Aufmerksamkeit die Sonderrechte nutzen darfst.


    2. Ich brauche keine Warnblinker oder Lampen oder sonstiges, um Sonderrechte zu haben.



    Die Gefahr wird schon dadurch geschaffen, dass überhaupt davon ausgegangen oder weithin behauptet wird, dass Feuerwehrleute auf der Fahrt zum Gerätehaus Sonderrechte haben.

    Das sagen die Sonderrechte aber für die Feuerwehr aus - haben mir auch verschiedene Anwälte - auch in der Ausbildung - bestätigt.


    (1) Von den Vorschriften dieser Verordnung sind die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst befreit, soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist.

    Dieser Abschnitt sagt aus, dass ich ab dem Moment, in dem der Melder geht, im Auftrag zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben unterwegs. Und dafür brauche ich keine Lampen und kein Horn.



    Was man natürlich machen muss: weshalb wurde ich alarmiert. Geht es nur zu einer Ölspur oder doch zum schweren VU mit mehreren eingeklemmten Personen oder dem Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr.

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  • Ich sehe die Verwendung der Warnblinkanlage als Signal zur Anfahrt zum Gerätehaus für inakzeptabel (Unfallgefahr durch Missverständnisse z.B. nimmt der einer die Vorfahrt der denkt, dass du rechts abbiegen willst) und auf Grund der erhöhten Unfallgefahr ohne jedweden sinnvollen Nutzen auch nicht von den Sonderrechten der StVO gedeckt:


    1. Während das geringfügige Überschreiten der Geschwindigkeit, das vorsichtige Überfahren einer roten Ampel oder was auch immer die Zeit zum Eintreffen am Gerätehaus und damit die Ausrückezeit, wenn auch meist nur maginal, reduziert, ist es zur Erfüllung der hohheitlichen Aufgaben dringend geboten. Selbst wenn die ersten 7 Kräfte nur 2 Sekunden sparen, wenn der einzige freie Maschinist dadurch 30 Sekunden spart, könnten diese 30 Sekunden am Ende eben doch über Leben und Tod entscheidend sein. Inwiefern soll die Verwendung der Warnblinkanlage, die keine Zeit spart, zum Erfüllen der Aufgaben dringend geboten sein?
    2. Die Sonderrechte dürfen nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung benutzt werden. Das mag bei einem gewissen Nutzen und bei vorsichtigem Handeln bei Geschwindigkeitsverstößen und co. absolut okay sein - die öffentliche Sicherheit wird nicht gefährdet, weil du nachts um 3 Uhr mit 50 statt 30 an ner Schule vorbeifährst. Der Warnblinker erhöht das Unfallrisiko ohne sinnvollen Nutzen und gefährdet damit die öffentliche SIcherheit vermeidbar und ohne jeden Nutzen.


    Generell ist es natürlich nur bei entsprechenden Alarmstichworten dringend geboten. Was entsprechende Alarmstichworte sind, ist sicherlich strittig: Im Zweifel alles was klassischerweise ab dem Gerätehaus mit Signal angefahren wird, erlaubt auch die Nutzung von Sonderrechten bis zum Gerätehaus.


    Wäre die Nutzung des Warnblinkers dringend geboten und in Einklang mit der öffentlichen Sicherheit, wäre es natürlich gedeckt. Genauso wie prinzipiell alle Regularien der StVO (nicht: StVZO) unter den beiden Bedingungen nicht gelten würden. Hättest du zum Beispiel ab 20 Uhr Bereitschaftsdienst bei deinem Arbeitgeber, der ein Gas-Netz betreibt, und dafür das Dienstfahrzeug schon bei dir nach Feierabend um 16 Uhr (aber die nächsten 4 Stunden haste noch gar keine Bereitschaft) und wirst um 17 Uhr zur Feuerwehr alarmiert, dann darfst du auch Blaulicht und Horn an dem Fahrzeug benutzen (sofern der Arbeitgeber sowie der FW-Dienstherr das okay gegeben haben), welches als Gas-Notdienstfahrzeug damit ausgerüstet ist, um zum Gerätehaus zu kommen. Du darfst aber dein Auto nicht mit Blaulicht und Horn ausrüsten (StVZO).

  • Wer lesen kann ist klar im Vorteil, es steht nicht ohne Grund mit Entenfüßen da

    Das Argument wird aber trotzdem hin und wieder im Kontext mit grünen Blinklichten vorgetragen. Im Gegensatz zu dem, was du hier machst, war es nicht mein Ziel hier Leute anzugreifen, sondern schlicht die Argumente aufzunehmen und sie zu entkräften.

    Sonderrechte andere Rechte ausschalten

    Sonderrechte schalten nicht die Rechte anderer aus. Völlig richtig.

    Spätestens wenn dir eine in die Karre fährt, weil er deinen Warnblinker als Seitenblinken missdeutet ist das Geschrei groß.

    Die Argumentation kann ich nicht wirklich nachvollziehen ... Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Hauptgebot im Straßenverkehr. Aber im Grundsatz verstehe ich ehrlicherweise auch nicht, warum man mit Warnblinkern fahren sollte.

    Prinzipiell ist es nur zum Warnen da für Sonderechte gibt es nicht umsonst gelbes oder blaues Blinklicht.

    Äh. An der Aussage ist so viel falsch, dass sie schon fast wieder richtig ist. Warnblinker sind grundsätzlich nur in den Fällen der §§ 15, 16 StVO zu verwenden. Sonderrechte sind ihrem Wesen nach ja keine Rechte sondern stellt die Reduzierung von Pflichten (Einhaltung der Vorschriften der StVO) dar. Gelbes und blaues Blinklicht sind grundsätzlich unabhängig von Sonderrechten. (Bestes Beispiel stellt der Rettungsdienst dar, der vor vielen Jahren nicht Sonderrechts-Berechtigter war und trotzdem das blaue Blinklicht (in Verbindung mit dem Einsatzhorn) nutzen durfte.)

    entsprechenden Anwalt nachfragen

    Das sagen die Sonderrechte aber für die Feuerwehr aus - haben mir auch verschiedene Anwälte - auch in der Ausbildung - bestätigt.

    Wenn dir dein Anwalt erzählt, du hättest auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus zweifelsfrei Sonderrechte, würde ich mir ja einen neuen Anwalt suchen ...

    diverse Gerichtsurteile dazu durchlesen.

    Danke für diesen außerordentlich konstruktiven Beitrag. Das OLG Frankfurt a.M. hat schon 1984 keine Berechtigung zur Nutzung der Sonderrechte nach § 35 Abs. 1 StVO gesehen. Auch das OLG Braunschweig hat 1990 festgestellt, dass dem Gebrauch von Sonderrechten Grenzen gesetzt sind. Häufig wird behauptet, das OLG Stuttgart hätte 2002 beschlossen, Feuerwehrleuten ständen Sonderrechte auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus zu, das ist allerdings so nicht ganz richtig. Während sie zwar in der Urteilsbegründung dazu tendieren, Sonderrechte zu gewähren, stellen sie diese Frage in dem dort vorliegenden Fall aber als nicht streitentscheidend zurück.
    Sicherlich gibt es Amts- oder Landgerichte, die da in die eine oder andere Richtung Auffassungen vertreten. Das sollte aber niemandem das Gefühl einer Rechtssicherheit geben ...

    Dieser Abschnitt sagt aus, dass ich ab dem Moment, in dem der Melder geht, im Auftrag zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben unterwegs.

    Erstens heißt das Absatz. Das ist wirklich ein bekannter Begriff ...
    Zweitens sagt das der Absatz wirklich nicht aus. Wie gesagt: Rechtswissenschaftliche Diskussion, Meinungsstreit, ...

    Technische Leitung

  • Die Argumentation kann ich nicht wirklich nachvollziehen ... Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Hauptgebot im Straßenverkehr. Aber im Grundsatz verstehe ich ehrlicherweise auch nicht, warum man mit Warnblinkern fahren sollte.

    Gegenseitige Rücksichtnahme heißt nicht, dass ich bei einem gesetzten Blinker nicht annehmen darf, dass er einen Abbiegevorgang anzeigt und deshalb warten muss, bis der Abbiegevorgang begonnen wurde.

  • Wenn dir dein Anwalt erzählt, du hättest auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus zweifelsfrei Sonderrechte, würde ich mir ja einen neuen Anwalt suchen ...

    Wenn man das in der Ausbildung gesagt bekommt, und dann NACH einem Vorfall in der Wehr mehrere Anwälte zu Rate zieht, alle mit dem selben Ergebnis, dann ist da ein wahrer Grund.


    Und ansonsten: Sonderrechte bedeuten auch, dass sie im Verhältnis zum Grund für die Inanspruchnahme stehen.


    Auch wenn man bei Videos zu dem Thema vorsichtig sein, dennoch sind folgende Videos zu dem Thema sinnvoll:
    https://www.youtube.com/watch?v=H-b3LWRcfQc
    https://www.youtube.com/watch?v=5mOfUeTU-TI
    https://www.youtube.com/watch?v=Eg93wAxXFP8
    https://www.youtube.com/watch?v=9798GEVf_0I


    ansonsten, um zum Thema zurück zu kommen:
    Außer, dass gewisse Leute ihr Ego aufbessern können, ist einesolche Lampe unnötig, da ich im Auftrag des Landes für die Erfüllung der entsprechenden übertragenen Aufgaben unterwegs bin, habe ich Sonderrechte, egal ob mit Grüner Lampe, Warnblinker oder einem lilafarbenen Drachen auf dem Dach.


    EDIT: hier noch zwei Links zum Thema „Sonderrechte in Privat-PKWs“:
    https://www.mw.niedersachsen.d…euerwehrleute-140355.html
    https://www.adac.de/verkehr/re…and/feuerwehr-privat-pkw/

    110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!


    #WirBleibenZuhause

    Edited once, last by sb-modder ().

  • Ich Frag mich halt, wie kann die Verkehrsteilnehmer drauf auf merksam machen das man zum Gerätehaus unterwegs ist, zwecks Einsatz. Da Blinklichter schon in Blauer version kaum wircklich beachtet werden, würden Grüne nichts bringen. Man müsste was am Fahrzeug haben, wo die anderen Verkehrsteilnehmer nicht abgelenkt werden aber dennoch erkennen das man von FF ist und dringend zum Grätehausmuss. Aber unterm strich gibt es welche die Blinke Lichter befürworten würden, andere Dachaufsetzer und andere haölten weder die erste noch was von der Zweiten Wariante.

  • Die wirkliche Frage ist doch was man mit dem grünen Blinklicht bezwecken will:


    Sollen die anderen Verkehrsteilnehmer Platz machen? => Wegerecht
    Sollen die anderen Verkehrsteilnehmer bei Möglichkeiten Platz machen? => Wegerechte light?


    Sollen die anderen Verkehrsteilnehmer darüber informiert werden, dass es sich um ein Mitglied der Feuerwehr handelt? => welchen Zweck sollte das haben?



    Wo soll denn eine größere Zeitersparnis bei rum kommen wenn andere Verkehrsteilnehmer nur bei Möglichkeit Platz machen sollten?
    Es fährt so oder so der Großteil 10km/h über dem Tempolimit und viel schneller sollte man innerorts auch nicht fahren selbst mit Sonderrechten. An der Ampel hilft es dir auch nicht weiter, weil du entweder so oder so drüber fahren kannst (kein anderer da) oder du nicht damit rechnen kannst, dass die anderen dich durch lassen und du somit so oder so warten musst.



    Für mich klingt das alles ein wenig nach Wegerecht light und Hoffentlich verwechselt der Autofahrer das und macht mir Platz. Vor allem, weil man den Autofahrern dann noch beibringen müsste, dass Sie bei grünem Blinklicht nicht die Pflicht haben Platz zu machen und somit auch nicht über Rote Ampeln etc. fahren dürfen um Platz zu machen.


    Und da haben wir noch nicht mit den Rambos angefangen, die das zum Rasen ausnutzen würden und sich dadurch noch bestärkt fühlen. (dichtes auffahren, drängeln)

  • Vielleicht sollte man sich grundsätzlich Gedanken machen, ob man nicht etwas verändern will.
    Wenn ich in einer FF bin, sollte ich zusehen, dass sowohl Wohnort als auch Arbeitsstelle in angemessener Entfernung liegen. Dass sich Arbeitsstellen (gerade im Handwerk) auch mal verändern ist klar. Dann muss ich halt in den sauren Apfel beissen und eine Entscheidung treffen: Ist die Entfernung zum Gerätehaus noch ohne "Hilfsmittel" in einer zumutbaren Zeit erreichbar?
    Wenn ich jedesmal erstmal durch die halbe Stadt fahren muss und im Stadtverkehr eine Stunde vergeude sollte ich was verändern - zumindest wenn dies ein Dauerzustand ist.
    Es muss ja auch nicht immer der goldene Sitzplatz auf dem Erstangreifer sein - es reicht ja theretisch auch der goldene Platz auf dem 2. Fahrzeug.


    Zum grünen Blinklicht, wie schnell wird es dauern, bis sich gewisse Personengruppen, die nicht in der FF sind, so ein grünes Blinklicht installieren und durch die Straßen toben.
    Wer soll kontrollieren, wer berechtigt ist damit rumzufahren? Wie schnell wird sich in der Bevölkerung eingebrannt haben, dass grünes Blinklicht jemand "wichtiges" ist und ich dem Platz machen sollte (Achtung: sollte - nicht muss - da werden dann auch wieder Spezialisten mit Hupe auf ihr "Recht" pochen).
    Wenn ich mir da mal den Vergleich zur Rettungsgasse erlauben darf und wie lange eine Aufklärung da mittlerweile anhält - bezweifle ich, dass sich das grüne Blinklicht ,als Zeichen für einen FFler auf dem Weg zum Gerätehaus, mittelfristig in den Bevölkerung eingebrannt haben wird.

    Leitung Organisation | Benutzerbetreuung EMERGENCY | Innovation / Weiterentwicklung

  • Ich Frag mich halt, wie kann die Verkehrsteilnehmer drauf auf merksam machen das man zum Gerätehaus unterwegs ist, zwecks Einsatz.

    Ein Dachaufsetzer reicht völlig aus. Und selbst das ist nicht wirklich nötig. Wobei ich es auch net für völlig verkehrt halte, weil es eben einem doch mal die Möglichkeit gibt Platz zu machen oder man vielleicht net den "Ich hab Recht"-Dinger raushängen lässt, weil derjenige einem am Hindernis die Vorfahrt genommen hat. Ja, hätte er in der erster Instanz gar nicht tun dürfen - aber muss er ja net mal absichtlich gemacht haben, ist trotzdem dumm wenn ich dann stehen bleibe - was mein gutes Recht ist: es ist keine Nötigung, wenn ich wegen ihm Anhalten muss und er das Hindernis hat und ich kein Platz mache - und der einzige Maschinist deshalb ne Minute später kommt. ^^

    Zum grünen Blinklicht, wie schnell wird es dauern, bis sich gewisse Personengruppen, die nicht in der FF sind, so ein grünes Blinklicht installieren und durch die Straßen toben.

    Naja, das Argument müsste dann ja auch für Blaulicht gelten. Nachprüfen sollte nicht nicht sonderlich schwierig sein, nachdem der Polizei ja üblicherweise Bescheid weiß, ob es gerade nen Einsatz gibt oder nicht.


    Aber ja solche Petitionen kommen meiner Überzeugung nach in erster Linie von Heißdüsen...

  • @sb-modder: Das Sonderrechte einen von allen Regeln der StVO befreien ist nicht wirklich richtig, sowohl das Befahren einer Autobahn als Geisterfahrer wird nicht abgedeckt, 120 in der 30er Zone ebenfalls nicht, auch Fahrten <0,5 Promille,...


    Das habe ich nicht behauptet nur das ich mit Warnblinkern nicht meine Sonderrechte kennzeichnen darf, sondern es dafür gelbes oder blaues Blinklicht gibt.


    Diese Unterscheidung ist halt nicht so einfach wie man denkt:
    Ölspur -> bei Eintreffen Motorradfahrer schwerverletzt und muss reanimiert werden, aber habe mir Zeit gelassen und bin ohne SoSi gefahren
    Baum auf Straße -> gab es ja schon mehr wie 1x das dann am Einsatzort Personen unter dem Baum waren..
    Wohnungsbrand -> wie oft ist es dann doch nur angebranntes Essen?
    VKU Pklemm+PKW-Brand -> VKU ohne Verletzte/nur mit Leichtverletzten und kein Brand.
    Die Liste könnte ich ewig fortführen, dafür kennt jeder Beispiele. Ist ein sehr heikles Thema.
    Deswegen gibt es bei uns auch nur sehr wenige Stichworte wo ohne SoSi gefahren wird -> Suizidandrohung, Katze auf Baum, Tierbergung (von toten Tieren)
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    @AaronKl: Eben deswegen ist es bei uns auch untersagt durch die Wehrleitung, da die Verwirrungsgefahr und Fehlinterpretationsgefahr zu hoch ist und es halt rechtlich auch nicht erlaubt ist.


    Zeitersparnis ist immer gut, jedoch bringt es niemanden was, wenn man noch eine zweite Einsatzstelle bedienen darf. Lieber etwas länger brauchen, als gar nicht am Gerätehaus anzukommen, ist immer besser.
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    @Friedrich: Mein Ziel war es auch nicht dich anzugreifen, wollte dich nur darauf hinweisen, das ich der selben Meinung bin, das die "schnellere Ausrückezeit" eher ein Trugschluss ist, dachte einfach du hast es überlesen.


    Da du sicher selbst häufiger mal mit dem Auto unterwegs bist, gibst du mir sicher Recht das den Grundsatz scheinbar nicht jeder kennt, da brauch ich noch nicht mal einen Bezug zu Einsatzfahrten und Anfahrten zur Wache, wie oft mir schon die Vorfahrt genommen wurde und ich teilweise Vollbremsungen machen musste, ich mit 80 innerorts überholt wurde,...


    Zum Thema Sonderrechte auf dem Weg zum Feuerwehrhaus, diese hat man das ist absolut unstrittig.
    Die Frage ist eher bei welchen Einsätzen ich die habe und in wie weit ich diese nutzen darf/kann, da ich keine Kennzeichnung habe, das ich gerade Sonderrechte nutze.
    Ich glaube das meinst du mit deinen Aussagen oder? Wenn ja gebe ich dir da natürlich vollkommen recht und wie du sagst es wird immer Einzelfallsentscheidungen geben und keine Rechtssicherheit.
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    @Nicklas911: Dafür gibt es unbeleuchtete Dachaufsetzer oder Schilder für die Frontscheibe, alles andere ist nicht erlaubt.
    Ob jemand einen aber dafür vorbeilässt oder auf seine Vorfahrt verzichtet, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
    Und wie du sagtest ob grünes, blaues oder gelbes Licht in deinem Wagen blinkt, die Leute würden das trotzdem ignorieren, noch dazu ist dabei ja nie jemand verpflichtet dir Platz zu machen.
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    @BenHunter: Es soll darum gehen, das man kennzeichnen kann, auf dem Weg zum Feuerwehrhaus zu sein und man mir Platz machen kann, wenn man den möchte.
    Wegerechte wird man nur mit Licht nicht bekommen, da bräuchte man noch ein Folgetonhorn.
    Wie du sagst den Rambos, wird das Licht noch mehr als Freifahrtsschein vorkommen.
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    @Drummer: Ist halt nicht so einfach, wie man denkt. Gerade wie hier bei mir im ländlichen Raum gibt es sehr viele Pendler.
    Dann gibt es noch Berufe wo ich so oder so nicht vom Arbeitsort weg kann (Polizei/Rettungsdienst/Pflege..). Und auch der Wohnraum in Feuerwehrhausnähe ist begrenzt.
    Bei einer einstündigen Fahrt zum Feuerwehrhaus, fahr ich doch mindestens an zwei anderen Gerätehäusern vorbei, dann sollte man zu diesen Wehren wechseln oder nicht?


    Den 2. Absatz kann ich so 1:1 unterschreiben

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